Demenz im Krankenhaus
Projekt „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“
Eine Kooperation der Krankenhaus GmbH in Weilheim und der
Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V.
Nachfolgend finden Sie zum Thema einen Presseartikel zum Download
Demenz-Kranken Halt geben (vom 09.06.11)
Zwölf Ehrenamtliche unterstützen Pfleger im Krankenhaus
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft - Landesverband Bayern e.V. führt ein bayernweites Projekt „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“ durch. Im Rahmen des Projektes gehen 7 lokale Alzheimer Gesellschaften eine Kooperation mit einem Krankenhaus seiner Region ein.
„Bessere Versorgung Demenzkranker in Bayerischen Krankenhäusern: sie sollen sich
besser auf Patienten einstellen, die wegen einer organischen Erkrankung behandelt
werden, gleichzeitig aber an einer Demenz leiden. Nicht selten verlassen Menschen mit
Demenz ein Krankenhaus in deutlich schlechterem Zustand als bei der Aufnahme. Wichtig ist dabei zu erkennen, dass die Erkrankten keinerlei Ressourcen besitzen, um sich auf das System Krankenhaus einzustellen. So ist es vielmehr die Aufgabe der Krankenhäuser, sich auf die Patienten mit kognitiven Risiken einzustellen. Genau auf diesem Weg will das Modellprojekt die Kliniken unterstützen.“
Ziel dieser lokalen Kooperation ist es die Situation von Menschen mit Demenz zu verbessern indem die im Konzept des Auftraggebers beschriebenen Projektbausteine in der Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus umgesetzt, erprobt und evaluiert werden.
Projektzeitraum ist Januar bis Dezember 2011
1. Das dem Projekt zugrundeliegende Konzept hat folgende zentrale Ziele:
- Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz im Krankenhaus und deren Angehörige zu entwickeln, in die Praxis einzuführen und zu erproben
- das Personal in den Krankenhäusern im Umgang mit Demenzkranken zu sensibilisieren, zu unterstützen und vorhandene Kompetenzen zu fördern,
- demenzsensible Konzepte und deren Teilaspekte (Optimierung von Arbeitsabläufen, Zusammenarbeit mit den Angehörigen, rooming-in, Milieugestaltung....) im Krankenhaus vorzustellen, anzuregen und deren Umsetzung zu unterstützen
- Informationen über die Situation von Menschen mit Demenz im Krankenhaus und entsprechender Lösungsmöglichkeiten zu erstellen und die Öffentlichkeit zu informieren
- Die im Verlauf des Projektes umgesetzten Maßnahmen zu evaluieren um nach Projektende eine zukünftige breitere Umsetzung zu ermöglichen
- Beide Kooperationspartner verpflichten sich die im obengenannten Konzept beschriebenen Ziele und Maßnahmen zum zentralen Inhalt ihrer Zusammenarbeit im Projektzeitraum zu machen.
2. Gegenstand der Kooperation
Die Kooperationspartner verpflichten sich folgende Projektbausteine gemeinsam umzusetzen:
- Schulung und Einsatz von Ehrenamtlichen die in der Alltagsbegleitung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus im Rahmen der Kooperation tätig werden. Die Ehrenamtlichen werden dabei gegen Unfall- und Haftpflichtschäden versichert und erhalten eine Aufwandsentschädigung
- Die Aufgaben, die Einsatzplanung, und die fachliche Anleitung der Ehrenamtlichen während ihrer Einsätze (mindestens 2-monatlicher Erfahrungsaustausch) so zu regeln und zu gewährleisten, dass diese ihre Aufgaben ohne Überforderung wahrnehmen können
- Pflegende Angehörige der im Krankenhaus betreuten Menschen mit Demenz zu begleiten, zu beraten und entsprechend ihrer Möglichkeiten in den Betreuungsprozess einbinden
- Die regionale Öffentlichkeit zu informieren und mindestens eine öffentliche Informationsveranstaltung durchzuführen
- Mitarbeiter des Krankenhauses zum Thema zu schulen. Eine Schulung von mindestens 8 Fortbildungseinheiten ist Mindestvoraussetzung. Die Verträge für Schulungen sind über den Landesverband abzuschließen.
- Eine Zusammenarbeit bei der möglichen Umsetzung von Bausteinen demenzsensibler Konzepte einzugehen, und darauf hinzuwirken dass solche Bausteine im Rahmen der Kooperation umgesetzt und erprobt werden
3. Durchführung
- Jeder Kooperationspartner beauftragt und benennt, eine Person, die die Kooperation verantwortlich leitet
- Die Kooperationspartner arbeiten mit dem Projektkoordinator des Landesverbandes zur Erreichung der genannten Ziele zusammen. Dies bedeutet den regelmäßige Informationsaustausch, die Teilnahme an Projektbesprechungen und die Zusammenarbeit bei der Dokumentation und Evaluation des Projektes
- Die Kooperationspartner erstellen eine schriftliche Vereinbarung, welche die konkreten Kooperationsziele, die konkreten Maßnahmen und den zeitlichen Verlauf beschreibt. Die schriftliche Vereinbarung ist dem Landesverband vorzulegen.
- Die vom Landesverband vorgelegten Qualitätsstandards einzuhalten und die für das Projekt entwickelten Materialien (Skripte, Flyer) zu verwenden
- Auf die Förderer des Projektes hinzuweisen, und diese bei Öffentlichkeitsveranstaltungen zu beteiligen
- Förderer: das bayerische Gesundheitsministerium; die Robert-Bosch-Stiftung und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft - Landesverband Bayern e.V. - Projektkoordination Dr. Winfried Teschauer, Tel. 0841/ 4913780, demenz-im-krankenhaus@alzheimer-ingolstadt.de
Weitere Informationen zum Download: