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Pressespiegel

   "Die haben`s verdient" /11/08

   "Kleine Harfe für die Gruppenstunden" /09/08

   Pflegebegleiter sind mehr als nur eine „Feuerwehr“/05/08

  "Fünf Jahre wider das Vergessen"/11/07

   "3 Tage Zeit für Helden"
      Sonderseite: Markt der Ideen/07/07

   Den Pflegenden zur Hand gehen
     Alzheimer Gesellschaft stellt ihre Arbeit und die 
     Qualifizierung zum  »Pflegebegleiter« vor./04/07

   Wir müssen lernen, um Spenden zu bitten./04/07  

   Pflege-Hilfe in höchster Not./03/07

  Tiere in ihrer Natürlichkeit stellen ein optimales 
    
niedrigschwelliges Angebot dar. 

     KDA:
Pro Alter/1/07

   Räume zum Wohlfühlen./02/07

  Tiere in der Altenhilfe/Newsletter/11/06

   Ein Leben für die Alten./06/06  

   Besuch am Stand der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. - 
     Chester wirbt für den Dienst 'Tiere öffnen Welten'/10/05

   Wenn Vergesslichkeit zur Qual wird.
     Demenz und Alzheimer: Ausstellung zeigt Betroffene im Alltag /09/05

   Nikas erster Einsatz als „niedrigschwelliges Angebot"/02/05

   Der Einsatz von Hunden als niedrigschwelliges Angebot/01/05

   Bescherung im „Haus Berghof/12/04

   Keine Zeit verlieren/10/04

   Schwierige Aufbauarbeit zahlt sich aus/02/04

   Bilder aus einer anderen Welt/10/03

   Enkel gesucht!/07/03

   Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel im Aufbau/11/02

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"Die haben`s verdient" /11/08

Medium: Weilheimer Tagblatt; Nr. 269; S. 4

Ausgabedatum:  19. 11. 2008  

Autor:  mb

Foto: Gronau 

Titel:  "Die haben´s verdient"

Autogeschenk an die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e. V.!

Artikel über das Autogeschenk an die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e. V.!

 gro

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 "Kleine Harfe für die Gruppenstunden"  

Medium: Weilheimer Tagblatt; Nr. 106

Ausgabe:  Mittwoch, 24. 09. 2008  

Autor:  mb

Foto: Gronau 

Titel:  "Kleine Harfe für die Gruppenstunden"

Artikel: "Kleine Harfe für die Gruppenstunden" 08 2009

 mb

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Pflegebegleiter sind mehr als nur eine „Feuerwehr“ - NEU! -

Medium: Weilheimer Tagblatt; Nr. 106

Ausgabe:  Mittwoch, 07. 05. 2008  

Autor:  mb.

Titel:  "Pflegebegleiter sind mehr als nur eine „Feuerwehr“"

Pflegebegleiter sind mehr als nur eine „Feuerwehr“

Weilheim – Freiwillige Pflegebegleiter haben Zeit, sie hören zu, begleiten, unterstützen, wo immer dies nötig ist und vermitteln bei Bedarf auch Kontakte mit verschiedenen Ämtern und Organisationen. Sie sind da, wenn ein Angehöriger von heute auf morgen Hilfe bei Betreuung und Pflege braucht – nicht kurzzeitig, sondern über eine lange Zeit hinweg. 

Dies sind laut Petra Stragies, der Vorsitzendenden der Alzheimer-Gesellschaft Pfaffenwinkel, die wichtigsten Aufgaben, die nunmehr auf zwölf Frauen zukommen. Sie alle wurden bei der Alzheimer-Gesellschaft in Weilheim in einem dreimonatigen Kurs zu Pflegebegleiterinnen ausgebildet und bekamen zum Abschluss die Zertifikaten überreicht. Es war dies bereits der zweite Modellkurs, mit dem das bundesweite Projekt „pflegeBegleiter“ auch in Weilheim umgesetzt wurde. Initiiert wurde er wiederum von Petra Stragies und Hannelore Schulz, die eigens für dieses Projekt ausgebildet sind. Bei der Abschlussfeier in den Räumen der Alzheimer- Gesellschaft an der Lohgasse überreichten sie die Zertifikate an Anneliese Arndt, Sylvia Bischur, Benita Clegg-Littler, Maria Dausch, Christine Eckert, Irmgard Haas, Traudl Scheuberth, Suzanne Senga Ngombo, Lena Sternberg, Rita Tafertshofer, Hildegard Vollmer und Ingrid Wagner. 

Als eine „sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Anlaufstellen, die oft nur ,Feuerwehr’ sein können“ bezeichnet Stragies das Projekt, für das auf Landkreisbasis Landrat Dr. Friedrich Zeller die Schirmherrschaft übernommen hat. Noch in diesem Monat werden die bislang ausgebildeten Pflegebegleiterinnen das weitere Vorgehen in diesem Jahr planen, zudem startet am Dienstag, 27. Mai, der vorerst letzte Modellkurs. 

Wer sich dafür interessiert, kann sich mit Pflegebegleiterin Sylvia Bischur in Verbindung setzen, die im Büro des Vereins an der Lohgasse 5 (Telefon 0881/92 760 91) Anfragen beantwortet und auch Anmeldungen entgegennimmt.

mb

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"Fünf Jahre wider das Vergessen"  

Medium: Weilheimer Tagblatt; Nr. 259

Ausgabe:  Wochenende, 10./11. November 2007  

Autor:  br.

Titel:  "Fünf Jahre wider das Vergessen"

Fünf Jahre wider das Vergessen.

Weilheims 2. Bürgermeister Ingo Remesch lobt das „starke Bürgerengagement“

Weilheim – Mit Festreden, einer Tombola und Informationsvorträgen für pflegende Angehörige beging gestern die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel ihren fünften Geburtstag im Pfarrheim „Miteinander“, der mit cirka 60 Gästen gut gefüllt war. 

Zu der Fest- und Infoveranstaltung kamen honore Gäste: Heike von Lützau-Hohlbein, 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft – Selbsthilfe Demenz, sprach in ihrem Festvortrag über „Selbsthilfe Demenz – im Wandel der Zeiten“. 

Rund eine Million Menschen in der Bundesrepublik Deutschland litten an mittelschweren und schweren Formen einer unaufhaltsam fortschreitenden Demenzerkrankung, deren häufigste Form die Alzheimer- Krankheit sei. 

Später ergänzte Petra Stragies, 1. Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, dass allein in der Stadt Weilheim von rund 6000 Senioren gut sieben Prozent an Demenz erkrankt seien. 

Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel zählt 76 Mitglieder. Dass die Hilfen des Vereins „Mauern des Schweigens durchbrochen“ hätten, lag Ingo Remesch, 2. Bürgermeister Weilheims, am Herzen. Er bedankte sich bei der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel im Namen der Stadt für das „starke Bürgerengagement und honorierte die „verdienstvolle“ Tätigkeit mit einer Spende. 

Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Landfrauenchor Pfaffenwinkel.

11/07: Petra Stragies, Heike von Lützau-Hohlbein, Jutta Geldsetzer, Ingo Remesch!

Bildunterschrift:

Freuen sich über den Erfolg der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel: 

(v. links) Petra Stragies, 
Heike von Lützau-Hohlbein,
Jutta Geldsetzer und 
Ingo Remesch.

Foto: Gronau 11/07

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"3 Tage Zeit für Helden": "Markt der Ideen"

Medium: Weilheimer Tagblatt; Nr. 162

Ausgabe:  17. 07. 07  

Autor:  n.b.

Titel:  "Markt der Ideen"

Markt der Ideen.

Die vier Jugendlichen von Trees for the world „Green cross for nature“ haben sich erfolgreich der Herausforderung gestellt und einen Schrank voller Spiele und Beschäftigungsmaterial entwickelt, den sie der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel zum Geschenk gemacht haben. Durchaus positive Resonanz erhielten die Jugendlichen, als sie den Demenz-Kranken beim Sommerfest die Spiele vorstellten und zum Abschluss einen Sketch vorspielten.

(Dieser Artikel ist Bestandteil der Sonderseite/Lokales des Weilheimer Tagblatts)

4 Helden der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V.!

SK/FOTO: GIE, 2007

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Den Pflegenden zur Hand gehen. Alzheimer Gesellschaft stellt ihre Arbeit
und die Qualifizierung zum »Pflegebegleiter«
vor.

Medium: Kreisbote

Ausgabe:  14. 04. 07  

Autor:  kk

Titel:  "Den Pflegenden zur Hand gehen. Alzheimer Gesellschaft 
           
stellt ihre Arbeit und 
           
die Qualifizierung zum »Pflegebegleiter« vor."

Weilheim ­ Nicht nur Demenzkranke brauchen Hilfe, sondern auch die Angehörigen müssen gestärkt werden: Diese Aufgabe sollen ab sofort "Pflegebegleiter" übernehmen, wie Petra Stragies von der Alzheimer Gesellschaft beim Tag der offenen Tür erläuterte. 

Mehr auf Seite 4.

Die Pflegenden stärken. Alzheimer Gesellschaft bietet Unterstützung für Angehörige.

Weilheim ­ 1800 Menschen leben im Landkreis Weilheim-Schongau mit der Alzheimer Erkrankung. Die Zahl ist groß und dennoch trauen sich viele Angehörige nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Möglichkeit der Unterstützung bietet die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, die seit 2005 im Landkreis existiert und kürzlich zu einem Tag der offenen Tür in die Lohgasse 5 in Weilheim eingeladen hat. 

Pflegende Angehörige benötigen oft wenigstens für wenige Stunden eine Entlastung. Ältere Menschen, die an Demenz erkrankt sind, benötigen bei kleinen, alltäglichen Dingen, wie dem Waschen oder bei einem Spaziergang, Unterstützung. Dies kann nicht nur durch Pflegefachkräfte geleistet werden. Auch die Alzheimer Gesellschaft setzt auf freiwillige Helfer, die sich um die erkrankten Menschen kümmern und einfach anwesend sind, denn "diese Menschen brauchen keine Pflege, wie in einem Krankenhaus", erklärt Petra Stragies von der Alzheimer Gesellschaft. 

"Diese Menschen brauchen Betreuung und Anwesenheit", führt Stragies weiter aus. Seit wenigen Monaten hat die Gesellschaft in der Lohgasse 5 Räumlichkeiten angemietet. Der Tag der offenen Tür sollte für Interessierte die Möglichkeit bieten, sich die neuen Räume anzuschauen, aber auch einfach mal sich zu informieren. Derzeit hat die Gesellschaft rund 70 Mitglieder. Es handelt sich dabei um Familien, die in ihrem Kreis einen an Alzheimer erkrankten Menschen haben. 

Durch Handpuppen, aber auch einer Hundegruppe kann den Alzheimer- patienten geholfen werden, sich wieder stärker zu öffnen. "Es sind Herzensöffner, denn über den logischen Verstand kann man den Menschen nicht mehr erreichen", erläutert Stragies und führt aus, dass bei diesen so genannten Herzensöffnern die Zuwendung einfach automatisch erfolgt. 

Auch der Arbeitskreis (AK) "Senioren" der Weilheimer Agenda 21 kam zusammen mit dem 2. Bürgermeister Ingo Remesch, um die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen, gleichzeitig ließen sie sich aber auch von Stragies über den "Pflegebegleiter" informieren."

P. Stragies re., 2. Bürgermeister Ingo Remesch (Mitte), sowie den AK Senioren!

Bildunterschrift: Was macht einen "Pflegebegleiter" aus und welche Aufgaben hat er? Darüber informierte Petra Stragies (re.) den 2. Bürgermeister Ingo Remesch (Mitte) sowie den Arbeitskreis "Senioren" in den neuen Räumlichkeiten der "Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel" in Weilheim.

Es handelt sich dabei um eine Qualifizierung für engagierte BürgerInnen in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel und den Kooperationspartnern AK "Senioren" Weilheim, dem Diakonischen Werk Weilheim und Bad Tölz sowie dem Verein für Evangelische Gemeindediakonie in Weilheim e.V. . Die Schirmherrschaft übernimmt der 1. Bürgermeister Markus Loth. 

Der "Pflegebegleiter" richtet sich nicht an die Erkrankten, sondern an die Angehörigen. Der Begleiter nimmt auf Wunsch Kontakt mit den pflegenden Angehörigen auf, sie hören aber auch zu, begleiten und unterstützen die Familien und Angehörigen. Die Begleiter stellen zusätzlich Kontakte zu Pflegediensten oder auch Ämtern her. Sie greifen den Angehörigen einfach unter die Arme und setzen sich für das Wohl der Pflegenden ein. Die Begleiter erhalten eine qualifizierte Vorbereitung und werden bei ihrer Tätigkeit begleitet. Sie absolvieren 60 Kursstunden in einem Jahr, zwei Exkursionen und müssen Hospitationen machen. 

Die Besonderheit für die Alzheimer Gesellschaft ist, dass es in ganz Bayern nur vier Einrichtungen gibt, die zu so einem Begleiter ausbilden, drei davon sind in Oberbayern. Zehn Frauen lassen sich gerade zu einem "Pflegebegleiter" in Weilheim ausbilden. Ihre Arbeit ist rein ehrenamtlich. Neben den "Pflegebegleitern³ gibt auch noch die Krankenbegleiter. Diese arbeiten teils ehrenamtlich, erhalten aber nach dem "Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz" eine Bezuschussung. 

Das Gesetz richtet sich an Demenzkranke, da sie einen erhöhten Bedarf an allgemeiner Betreuung und Beaufsichtigung haben. Die Demenzkranken benötigen, um das Gesetz in Anspruch zu nehmen, die Pflegestufe eins. Die Alzheimer Gesellschaft beantragt jedes Jahr im ersten Quartal Fördergelder beim Bayerischen Ministerium als "Niedrigschwelliges Betreuungsangebot", aber auch bei den Pflegekassen.

Das Problem für die Gesellschaft ist, dass sie zum Einen nie fest mit dem Geld rechnen kann und zum Anderen das Geld erst im Herbst kommt. So ist die Gesellschaft auf Spenden angewiesen. Im November feiert die Alzheimer Gesellschaft übrigens ihr fünfjähriges Bestehen.

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Wir müssen lernen, um Spenden zu bitten.

Medium: Weilheimer Tagblatt

Ausgabe:  05. 04. 07  

Autorin:  Beutler

Titel:  "Wir müssen lernen, um Spenden zu bitten."

Artikel: Wir müssen lernen, um Spenden zu bitten!

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Pflege-Hilfe in höchster Not
Modellprojekt mit Ehrenamtlichen soll Angehörige unterstützen

Medium: Münchner Merkur

Ausgabe:  23. 03. 07  

Autor:  Boris Forstner

Titel:  "Pflege-Hilfe in höchster Not
         Modellprojekt mit Ehrenamtlichen soll Angehörige unterstützen
"

Download Zeitungsartikel über "pflegeBegleiter" (PDF-Format 751 KB)  

Pflege-Hilfe in höchster Not
Modellprojekt mit Ehrenamtlichen soll Angehörige unterstützen

Weilheim/Miesbach – Der größte Pflegedienst der Welt sind die Angehörigen, heißt es. Doch wenn tatsächlich der Ehepartner oder ein Elternteil auf Pflege angewiesen sind, ist die Unsicherheit oft groß.

Dass es ehrenamtliche Pflegebegleiter gibt, die helfend zur Seite stehen, weiß kaum jemand – Bayern ist das letzte Bundesland, in dem das Modellprojekt Fuß fasst. 

Nur ein paarmal hatte Petra Stragies mit der entfernten Bekannten gesprochen, die durch Tod und schwerer Krankheit in der Familie gebeutelt war. Als dann am Valentinstag plötzlich zum Dank ein Blumenstrauß kam, war die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel in Weilheim baff – dass der Frau die Gespräche so wichtig sind, hätte Stragies nicht gedacht. 

„Man darf sich nicht immer nur auf die Pflegebedürftigen fokussieren, sondern muss sich auch um die Angehörigen kümmern“, sagt deshalb Ulrich Brenner, Leiter der Altenpflegeschule Miesbach. Zusammen mit Stragies beteiligt er sich an dem bundesweiten Modellprojekt „Pflegebegleiter“. 

2003 begann das von den Spitzenverbänden der Krankenkassen auf fünf Jahre finanzierte Vorhaben. Nach und nach wurde das Projekt auf alle Bundesländer ausgeweitet. Doch in Bayern, wo eigentlich acht Standorte geplant waren, fanden sich mit München, Miesbach, Weilheim und Neu-Ulm nur vier.

„Das Problem ist, dass das Projekt niemand kennt“, sagt Brenner. Ebenso wie Stragies ist er nur zufällig darauf gestoßen, war dafür aber sofort Feuer und Flamme. Pflegende Angehörige haben kaum Kontakt zur Außenwelt, denn beide wissen aus ihrer beruflichen Erfahrung, welchen hohen Preis pflegende Angehörige zahlen: Sie verausgaben sich, haben kaum mehr Kontakt zur Außenwelt und werden nicht selten selbst krank. „Oft haben sie auch Vorbehalte, fremde Hilfe anzunehmen, kennen nicht den richtigen Ansprechpartner oder ihnen  fehlt einfach die Kraft, Hilfe zu organisieren“, so Stragies. 

Da sollen die Pflegebegleiter ansetzen, die durch ihre Ehrenamtlichkeit als eine Art Nachbarschaftshilfe auf weniger Vorbehalte als ein professionelles Hilfssystem stoßen. Sie sollen mental helfen, Kontakte knüpfen oder einfach nur zuhören – es ist ein breites Spektrum. „Das läuft fast auf Freundschafts-Ebene. Man ist da, wenn man gebraucht wird“, beschreibt Brenner. 

Im April beginnen in Weilheim und Miesbach die Kurse, die durchaus einigen Aufwand bedeuten: 60 Stunden sind bis Ende Juli zu absolvieren, dafür gibt es ein Teilnehmerzertifikat und einen Ausweis. „Auch wenn es keine Prüfung gibt, ist das offiziell. Und es wird auch nicht jeder einen Ausweis bekommen“, sagt Brenner. Schließlich sei nicht jeder geeignet für die Aufgabe, die viel Zeit und Einfühlungsvermögen benötigt. 

Doch die Interessierten können aus allen Berufen kommen: „In Kassel ist zum Beispiel eine Maklerin dabei“, sagt Stragies. Und in Weilheim will unbedingt die anfangs erwähnte Bekannte mitmachen – mit ihren  Erlebnissen will sie anderen zur Seite stehen. 

Infos: 0881/9276 091 (Weilheim), 08025/997 8000 (Miesbach) und 089/45832 148 (München).

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Tiere in ihrer Natürlichkeit stellen ein optimales niedrigschwelliges Angebot dar

Medium:  Pro Alter / KDA

Ausgabe:  1/2007

Interviewerin:  Ines Jona

Titel:  "Tiere in ihrer Natürlichkeit stellen ein optimales 
    
     niedrigschwelliges Angebot dar"

Download Artikel aus: Pro Alter (PDF-Format 127 KB)

Amtlich anerkannte Mensch-Hunde-Teams betreuen Menschen mit Demenz:

„Tiere in ihrer Natürlichkeit stellen ein optimales niedrigschwelliges Angebot dar“

Zum 1. Januar 2002 ist das Pflegeleistungsergänzungsgesetz in Kraft getreten, das die Finanzierung zusätzlicher Betreuungsleistungen“ vorsieht. Dazu gehören neben Tages-, Nacht- sowie Kurzzeitpflege und besonderen Betreuungsangeboten zugelassener Pflegedienste auch die sogenannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote. 

Im oberbayerischen Weilheim gibt es ein Projekt, das unter den nach Landesrecht anerkannten niedrigschwelligen Angeboten bundesweit einmalig ist: Dort betreuen Mensch-Hunde-Teams Menschen mit Demenz. 

Pro Alter sprach darüber mit Petra Stragies, der Gründerin und Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel.

 

"Zusätzliche Betreuungsleistungen nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz.

Das Pflegeleistungsergänzungsgesetz (§ 45 a SGB XI) sieht vor, dass für Pflegebedürftige, bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung besteht, zur Finanzierung von „zusätzlichen Betreuungsleistungen“ jährlich bis zu 460 Euro bei den Pflegekassen zusätzlich zum Pflegegeld abgerufen werden können. Es handelt sich bei diesem Betrag nicht um eine Leistung, die bar ausgezahlt wird. Erstattet werden nur die eingereichten Rechnungen für die Inanspruchnahme von qualitätsgesicherten Betreuungsleistungen. Bei den darüber finanzierten niedrigschwelligen Betreuungsangeboten muss es sich um Angebote handeln, die nach Landesrecht anerkannt worden sind und nach § 45 c SGB XI gefördert oder förderungsfähig sind."

ProAlter: 

Frau Stragies, das Bayerische Landesamt für Versorgung und Familienförderung hat die speziellen Betreuungs- und Beratungsangebote für Demenzkranke sowie Angehörige Ihrer Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. vor zwei Jahren als niedrigschwellige Angebote anerkannt. Zu Ihrem Angebot gehören vierzehntägig stattfindende Angehörigengruppen, Einzelbetreuungen der Kranken in deren eigenen vier Wänden sowie wöchentlich angebotene Betreuungsgruppen

Daneben bieten Sie aber auch als „Spezialangebot“ den Einsatz von Hunden als niedrigschwellige Angebote für Demenzkranke im Rahmen eines tiergestützten Besuchs- und Betreuungsdienstangebots an. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

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Stragies: 

Die Hunde werden sowohl bei den Betreuungs- und Angehörigengruppen als auch bei Hausbesuchen eingesetzt. Was die Hausbesuche angeht, so wird entweder direkt ein Mensch-Hunde-Team geordert, weil die Angehörigen von unserem besonderen Angebot gehört haben, oder aber ich versuche herauszufinden, ob die an Demenz erkrankten Personen früher selbst Tiere oder eine Vorliebe für diese hatten, und biete dann gezielt Besuche mit Hund an. Dann muss ich natürlich darauf achten, dass nicht nur unsere Helferinnen und die alten Menschen, sondern auch die Hunde und die alten Menschen zusammenpassen. 

Bei unseren Hauseinsätzen geht es ja darum, mit den Kranken Zeit zu verbringen und diese zu gestalten. Und genau das macht der Hund mit. So gehen wir beispielsweise bei schönem Wetter schon mal spazieren – dann eben in Tierbegleitung. Mit einem Hund rauszugehen ist ganz anders als ein Spaziergang ohne Tier. Man sieht die Welt förmlich mit Hundeaugen und erlebt dabei die Umgebung anders. Da kommen andere Hunde auf uns zu, beschnüffeln sich, spielen zusammen und die Halter kommen miteinander ins Gespräch. Das ist für unsere Demenzkranken sehr spannend auch Heimbewohnerinnen und -bewohner. 

In dem Fall findet dann alles drinnen statt. So ist Chris Tina Haeger, eine unserer zertifizierten Demenz-Helferinnen, engagiert worden, um dem 101-jährigen Heimbewohner Herrn E. aus der Zeitung vorzulesen. Sie brachte zu diesen Besuchen ihre Hündin Lina mit – und siehe da, die Zeitung trat völlig in den Hintergrund. Erst mal drehte sich alles um Lina. Wenn die Hündin dann genug von den Aufmerksamkeiten des alten Mannes hat, legt sie sich friedlich in eine Ecke und döst. Dann entwickelt sich meist ein anregendes Gespräch zwischen Frau Haeger und Herrn E. Lina hat sozusagen als Türöffner fungiert. 

Bei unseren wöchentlich stattfindenden Betreuungsgruppen kommen meist drei an Demenz erkrankte Personen und drei Helferinnen zusammen – zum Kaffeetrinken, Singen, Spielen und Spazierengehen. In regelmäßigen Abständen bringt eine Helferin ihren Hund mit. Der wird vorher als Ereignis angekündigt – und ist es dann auch jedes Mal. Den Kranken macht es unheimlich viel Spaß, den Hund zu beobachten, ihn zu berühren und zu spüren und ihn Kunststücke machen zu lassen. Auf diese Weise entsteht ganz schnell und auf natürliche Weise eine lockere und heitere Atmosphäre. Da diese Gruppentreffen aber in der Regel drei Stunden dauern, was für den Hund ja viel zu lang ist, zieht er sich nach einer Weile zurück. Aber auch er hat die „Türen geöffnet“ für weitere Aktivitäten… 

Was unsere Angehörigengruppen angeht, so finden die nur noch in Hundebegleitung statt. Der Westhighland-Terrier Pino wurde von unserer Mitarbeiterin, die die Gruppen zusammen mit mir leitet, am Anfang nur mitgebracht, weil sie ihn nicht alleine zu Hause lassen konnte. Nun ist er der Star der Gruppe, und Frau Siewert darf nicht mehr ohne ihn kommen. Er hat von Anfang an einen Stuhl als Sitzplatz erhalten und ist ein richtiges Mitglied des Angehörigentreffs geworden. Bei diesen Zusammenkünften geht es ja um sehr ernsthafte Themen und vor allem um Probleme mit den Demenzkranken. Pinos Anwesenheit und besonders seine Sitzposition bringen die Anwesenden aber immer wieder zum Lachen und auf andere Gedanken. 

ProAlter: 

Wie groß ist Ihre Helferinnen-Hunde-Gruppe? 

Stragies: 

Zurzeit haben wir insgesamt 15 zertifizierte Helferinnen, davon fünf mit Hund. Aber ich habe laufend Nachfragen von Interessenten. Sie alle haben dieselbe Motivation: Sie wollen einfach mit ihrem Tier für andere da sein. Sie sind froh, etwas von der Freude weiterzugeben, die sie mit ihrem Vierbeiner erleben. 

ProAlter: 

Wird Ihr Hunde-Angebot denn gut angenommen?

Stragies: 

Das Interesse wächst. Allerdings haben hier in den ländlichen Bereichen Oberbayerns die Menschen per se Probleme damit, Fremde bei sich einzulassen. Die Hunde fungieren da wieder regelrecht als „Türöffner“ und sorgen dafür, dass die Hemmungen vor den Hausbesuchen allgemein abgebaut werden.

ProAlter: 

Was bezahlen die Pflegebedürftigen dafür? Wie wird das mit der Pflegekasse abgerechnet?

Stragies:

Pro Hauseinsatz berechnen wir zehn Euro. Dazu kommt noch eine Fahrtkostenpauschale bei Landkreisfahrten. Das alles wird den besuchten Familien in Rechnung gestellt. Mit dieser weisen sie den Pflegekassen nach, dass sie die niedrigschwelligen Betreuungsangebote in Anspruch genommen haben und bekommen anschließend das Geld dafür erstattet. Für die Teilnahme an den Betreuungsgruppen, auch das kann mit den Kassen abgerechnet werden, berechnen wir 25 Euro pro Veranstaltung. Die Angehörigengruppen sind kostenfrei.

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ProAlter: 

War die Anerkennung durch das Bayerische Landesamt für Versorgung und Familienförderung schwierig?

Gruppenbild der TeilnehmerInnen mit Hunden vom 11. 08. 06

Petra Stragies (1. v. r.) und ihre zertifizierte „Mensch-
Hunde-Truppe“. Foto: Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel
Gesundheit 

Stragies: 

Unsere „allgemeinen“ ehrenamtlichen Helfereinsätze sind ja schon 2005 im Rahmen von § 45 b SGB IX anerkannt worden. 

Letztes Jahr erfolgte dann der Durchbruch, die Anerkennung der Hunde selbst, und zwar mittels einer zweiten Zertifizierung, speziell für die Mensch-Hunde-Teams. Ich denke, dass man beim Landesamt diesem speziellen Angebot gegenüber offen war, lag auch daran, dass wir hier von der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel die KDA/Caritas-Inhouseschulung „Tiere öffnen Welten©“ angeboten haben und man erkannt hat, wie qualifiziert unsere Teilnehmerinnen sind.

ProAlter: 

Es gibt ja sehr viele niedrigschwellige Betreuungsangebote ohne Tiere. Warum sind Ihrer Ansicht nach Tiere nötig? Was bringen sie bei der Arbeit?

Stragies: 

Ich habe ja schon auf die besonderen Hemmschwellen im ländlichen Raum hingewiesen. Die Hunde erleichtern da viel. Viele alte Leute hatten früher Tiere oder einfach einen Bezug zu ihnen. Ihnen fällt es dann leichter, jemand Fremdes mit Hund bei sich einzulassen. Und die Helferinnen müssen in Tierbegleitung einfach nicht so viel erklären, da ergibt sich wie von selbst ein Kontakt. Vieles wird einfach selbstverständlicher. Außerdem bringen die Hunde eine Emotionalität in die Begegnungen, die wir ohne die Tiere nie erreichen würden. 

Eine Helferin, die erst kürzlich zusammen mit ihrem Hund ihre ehrenamtliche Arbeit begonnen hat, berichtete mir schon nach dem ersten Einsatz, dass sie nicht mit so einer gewaltigen Resonanz von Seiten der besuchten Person gerechnet hätte. Bei der alten Dame sind beim Anblick und beim Kontakt mit dem Hund unglaubliche Emotionen frei geworden. Wie sie tauen die meisten einfach viel schneller auf und es werden Erinnerungen aktiviert, die sonst, wenn sie überhaupt hochkommen, nur sehr mühsam hervorgelockt werden können. 

Ich denke da besonders an eine von uns betreute Frau mit Demenz, die sonst keinen Ton sagt. Beim Anblick des Hundes fängt sie aber an, Italienisch zu sprechen. Sie hat früher in Italien gelebt, und wer weiß, was der Anblick des Hundes in ihr auslöst. Fest steht, dass sie ohne Tierkontakt gar nicht oder nur sehr wenig reagiert. 

Aufgrund dieser Erfahrungen bin ich davon überzeugt, dass die Hunde eine wichtige „therapeutische“ Ergänzung ihrer Besitzer darstellen. In seiner Natürlichkeit ist das Tier das geborene und optimale niedrigschwellige Angebot. 

Es ist an der Zeit, Begegnungen dieser Art als festen Bestandteil in die qualitative häusliche Entlastungsarbeit zu integrieren.

Petra Stragies mit den Hunden Nika (links) und Timo!

Petra Stragies ist Gründerin und Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel.

Die Dipl.-Sozialgerontologin gehörte 2004 auch zu den ersten Absolventen der KDA/Caritas-Fortbildung „Tiere öffnen Welten©“.

Foto: Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel

Weitere Informationen:

Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V.

Lohgasse 5, 82362 Weilheim i. OB

Tel.: 08 81/9 27 60 91

Fax: 08 81/9 27 99 38

E-Mail: info@alzheimer-pfaffenwinkel.de

Internet: www.alzheimer-pfaffenwinkel.de

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Räume zum Wohlfühlen

Medium:  Weilheimer Tagblatt

Ausgabe:  17. 02. 2007

Autor:  ge

Titel:  "Räume zum Wohlfühlen"

Artikel Räume zum Wohlfühlen in Jpg-Format!

Foto: Herr Gronau

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Tiere in der Altenhilfe/Newsletter vom 09. 11. 2006 (Ausschnitt)

Medium:  Internet-Newsletter von Tiere öffnen Welten

Ausgabe:  09. 11. 2006

Autorin:  Ines Jonas / KDA

Titel:  "Tiere in der Altenhilfe"

"Bundesweit einmaliger Ansatz:

Tiergestützte Besuchs- und Betreuungsdienste sind seit dem 08. September 2006 als niederschwellige häusliche Helfereinsätze nach dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz (PLEG) anerkannt!"

"Petra Stragies, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e. V. und Tiere öffnen Welten (c) - Absolventin des Pilotkurses 2004 hat es geschafft: 

Ihre Gruppe von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bereits seit 2005 zertifizierte Helfer nach den Bestimmungen des Pflegeleistungsergänzungsgesetzes (PLEG) sind, wurden in diesem Jahr als Mensch-Hunde-Teams vom Bayerischen Landesamt für Versorgung und Familienförderung anerkannt und zertifiziert."

Ausführliche Informationen unter: http://www.alzheimer-pfaffenwinkel.de/angebot6.html und ab Mitte Dezember in der Ausgabe 4/2006 von PRO ALTER, dem Fachmagazin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (http://www.kda.de/german/showpage.php?id_pag=3)

Weitere Informationen zum Thema "Tiere in der Altenhilfe" finden Sie 
auf der Website des KDA "Tiere öffnen Welten" unter:

www.tiere-oeffnen-welten.de/content/index.html

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Ein Leben für die Alten. Petra Stragies aus Weilheim
ist Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel

Medium:  LANDKREIS-NACHRICHTEN

Ausgabe:  06 / 06

Autorin:  Dorothea Treder

Titel:  "Ein Leben für die Alten. Petra Stragies aus Weilheim
           ist Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel"

Petra Stragies mit den Hunden Nika (links) und Timo!  

Entspannung mit den beiden Hunden.

Petra Stragies mit Nika (links) und Timo.

Foto: Gisela Schregle/2006

" "Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund." Wenn dieses Sprichwort auf jemanden zutrifft, dann auf Petra Stragies: Die Tür ist kaum zu, da sprudelt es aus ihr heraus. "Die Hunde hat mein Mann an sich genommen. Die sind zu temperamentvoll. Sie helfen mir in meinem Beruf." Sie lacht herzlich. Feine Falten legen sich um ihre Augen. Sie lacht sehr viel. "Wir könnten auch ins Bürozimmer gehen." 

"Aber da herrscht geordnetes Chaos", sagt sie im besten Hochdeutsch, verschwindet dann aber in der Küche.

Die 46-jährige ist Gründerin und Leiterin der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, die heuer des 100. Jahrestags der Entdeckung der Alzheimerkrankheit gedenkt und Vorträge dazu im Landkreis anbietet. (wir berichteten)

"Ich such mir immer was, das ich aufbauen kann", sagt sie zur Idee, den Verein zu gründen. Regelmäßig besucht sie Demenzkranke zu Hause, betreut sie und deren Angehörigen.

Fruchtig-süßer Duft steigt in die Nase, als Stragies den Tee auf den Holztisch im Wohnzimmer stellt, wo von geordnetem Chaos nichts zu sehen ist. Die orangefarbenen Sessel und dei Rattansofas sehen aus wie neu. Der Laminatboden blitzt und das viele Holz - einfach gemütlich.

Warum sie Hunde für die Arbeit braucht?

"Tiere sind einer der Königswege in der Arbeit mit Demenzkranken", ist die geborene Dortmunderin überzeugt. "Sie öffnen das Herz. Menschen mit Demenz ziehen sich nämlich nach innen zurück". Dann beginnen ihre Augen zu strahlen, sie lächelt, als sie hinzufügt: "Dann kommt man hinter die Jalousie".

Wenn ihre Hunde Timo und Nika bei ihr sind, dann gilt die Aufmerksamkeit ihnen. Sie streichelt sie oft, spricht mit ihnen und verfolgt ihre Handlungen ("Was macht er denn da? Ach, er versucht Fliegen zu fressen!". Die Arbeit mit Hunden "war für mich ein Ausprobieren", sagt die studierte Gerontologien und kramt aus dem Stapel Papier auf den Tisch das Zertifikat einer Weiterbildung hervor (setzt dei Brille wieder auf) und präsentiert das Blatt - schon ein bisschen stolz: "Tiere öffnen Welten" steht da.

Eigentlich wollte sie Architektur studieren. Als ihre Lieblingsoma starb, verwarf sie das Studium und ging "erst einmal zwei Jahre in die Altenpflege".

Stragies überlegt. Und wie immer, wenn sie nachdenkt, setzt sie die Brille ab, stützt sie den Kopf in die Hände und schaut in die Ferne.

Zu alten Menschen hat es Stragies immer schon hingezogen, sie hat sich sehr früh um ihre Oma gekümmert. "Ich konnte es nie haben, dass Alte an Wertigkeit verlieren." Kinder konnte sie kein bekommen, für eine Adoption war es irgendwann zu spät. "Da war für mich meine Aufgabe klar. Und in dem Wunsch, mit Alten zu arbeiten, wurde ich immer wieder bestärkt."

"Geprägt haben sie bestimmte Situationen oder Verstorbenen", sagt sie.

Geprägt hat sie auch ihre Diplomarbeit für das Sozialarbeits-Studium über die "Jungen Alten im Ruhrgebiet", die mit 50 aus dem Beruf entlassen wurden, weil sie zu alt waren. Oder auch das Gerontologiestudium.

"Da wusste ich: das ist einfach, woran mein Herz hängt", strahlt Stragies. Sie schenkt Tee nach, setzt die Brille wieder auf - und, als hätte sie gemerkt, dass das Auf- und Absetzten der Brille auffällt, lacht sie und sagt: "Ich sehe sonst den Text nicht mehr."

Dann stutzt sie: "Ich rede viel - aber das ist meine Mentalität", sagt sie. "Ich fahre andauernd nach Dortmund, wo die Leute alle drauf losreden.!"

"Aber mein Zuhause ist Weilheim." Weilheim sei "genau richtig", ein bisschen Stadt, ein bisschen Land.

Stragies wandert gerne oder liest. Aber auch da lassen sie die alten Menschen nicht los: Zurzeit lese ich vor allem Fachbücher, aber auch Hesse." Das Buch liegt vor ihr unter dem Stapel Papier. Sie fängt an, darin zu blättern: "Er hat sich Gedanken ums Altwerden gemacht." Ihr größtes Hobby aber sind die Hunde.

Ihr Traum: "Menschen finden, die ihre Arbeit mit Alzheimerpatienten mit Hunden machen. Aber auch "ein Laden mit Büchern, Filmen, CD`s, Spielen von A-Z", sagt sie und nimmt das Kinderbuch "Liebe Oma" zur hand. Sie lächelt verlegen, setzt die Brille auf."

Dorothea Treder

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Besuch am Stand der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. -  
Chester wirbt für den Dienst 'Tiere öffnen Welten'

Medium:  Weilheimer Tagblatt

Ausgabe:  10 / 05

Autorin:   Pressemitteilung der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel 
                
e.V.

Titel:  "Besuch am Stand der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V.
          
- Chester wirbt für den Dienst 'Tiere öffnen Welten' "

"Viel beachteten Besuch erhielten Petra Stragies, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, und ihre Helfer am Alzheimerstand anlässlich der ORLA in Weilheim: Chester, der 'Besuchshund' und sein Frauchen Sabine Jäck waren gekommen.

Chester ist einer der noch wenigen, ausgebildeten Hunde, die Demenzkranke aus ihrer verschlossenen Welt herausführen. 

Er tut dies mit seiner Seelenruhe, seinem vorsichtigen Vortasten und seinen treuen Augen. Gemeinsam mit seiner Freundin Nika sucht Chester noch weitere Hunde und ihre Halter, die sich dem Dienst am Menschen widmen möchten.

Melden Sie sich bei Petra Stragies, Tiere öffnen Welten, Tel. 0881/9276091."

Bilderbogen zum ersten Messestand auf der 15. "ORLA" 2005!

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Wenn Vergesslichkeit zur Qual wird. 
 Demenz und Alzheimer: Ausstellung zeigt Betroffene im Alltag

Medium:  Weilheimer Tagblatt

Ausgabe:  23. 09. 05

Autorin:  Frau Gierig (Foto und Artikel)

Titel:  "Wenn Vergesslichkeit zur Qual wird. Demenz und Alzheimer: Ausstellung zeigt Betroffene im Alltag"

Frau Stragies, Frau Tönnies und eine Besucherin der Ausstellung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Weilheim."

"Ein alter Mann sitzt mit drohend erhobener Faust am Tisch, Hinter seiner dicken Hornbrille glitzern Tränen in den Augen; eine alte Frau hat den grauen Schopf nach unten gesenkt; ihre knöchernen Finger schälen Kartoffeln, sie ist völlig in sich versunken bewegende Bilder, die seit zwei Tagen im Städtischen Bürgerheim in Weilheim zu sehen sind. 

In der Ausstellung "Demenzkranke "aus dem Schatten ins Licht" werden 22 Foto gezeigt, auf denen Alzheimerpatienten in Posen abgelichtet wurden, die für sie charakteristisch sind. 

Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, dem Weltalzheimertag, las Inga Tönnies Passagen aus ihrem Buch "Abschied zu Lebzeiten Wie Angehörige mit Demenzkranken leben". Die 53-Jährige stammt aus Bremen und begleitet seit fünf Jahren ihre demenzkranke Mutter. "Abschied zu Lebzeiten" ist Tönnies Debüt als Autorin. 

Das Buch schildert die Krankheit aus Sicht der Menschen, die den Demenzpatienten betreuen. Um sich mit anderen Angehörigen auszutauschen, hatte Tönnies zehn von ihnen ermutigt, über ihre Gefühle zu sprechen. Sie führte Interviews, die Antworten veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrer eigenen Geschichte. Thema der Lesung war die Geschichte von Irmtraud D., 45 Jahre alt. Sie  pflegt ihre demenzkranke Mutter (76) seit drei Jahren. Über das Verhältnis zu ihrer Mutter sagt sie: "In allem braucht sie Begleitung. Das Stichwort ist Kontrolle." Da war zum Beispiel die Sache mit der Polizei, die irgendwann vor der Haustür der Mutter stand: Ihre Mutter hatte sich im Supermarkt die Taschen voll gestopft und mehrmals vergessen zu bezahlen. Ein anderes mal fing die Küche Feuer: Die Mutter hatte geraucht und die glimmende Zigarette nicht ausgedrückt. Dass D. darüber nicht nur traurig ist, sondern gleichzeitig Wut, Scham und Hilflosigkeit empfindet, wird im Laufe des Kapitels deutlich. "So wie dieser Frau geht es wahrscheinlich vielen", sagt Tönnies im Anschluss an die Lesung. 

Ziel des Buches sei es, den Angehörigen Mut zu machen, damit sie zu ihren Gefühlen stehen. Pflegende Verwandte müssten lernen, auch mal die Verantwortung abzugeben und auszuspannen. "Das kommt auch den Kranken zugute." Das Ziel der Ausstellung ist es, die Demenzpatienten so zu zeigen, wie die Verwandten sie sehen. "Wir versuchen, echte Gefühle darzustellen bei Kranken wie Angehörigen", erklärt Petra Stragies, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, die die Ausstellung organisiert.  Die Ausstellung ist täglich von 7:30 bis 20:00 Uhr geöffnet, sie ist über den Haupteingang des Weilheimer Bürgerheims erreichbar."

Frau Gierig, Weilheim

Bilderbogen zur Lesung und Diskussion mit Inga Tönnies vom 21. 09. 2005:

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Nikas erster Einsatz als „niedrigschwelliges Angebot"

Medium:  Alzheimer Info. Nachrichten der Deutschen
              Alzheimer Gesellschaft; 
              ISSN: 1432-7082

Ausgabe:  2/05

Autorin:  Petra Stragies

Titel:  Nikas erster Einsatz als „niedrigschwelliges Angebot"

Hündin Nka und Frau S. im Garten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ach, da ist er ja!" Mit diesen Worten öffnete Frau S. bei unserem ersten Besuch die Tür und ließ uns lachend ins Haus. Ihre ganze Aufmerksamkeit galt der Hündin, ich wurde eher beiläufig begrüßt. Frau S. stellte sogleich fest, dass Nika in den Garten wollte. Die Hündin lief voran, gefolgt von Frau S., die sie nicht aus den Augen ließ und mit ihr jeden Winkel des eigenen Gartens erkundete - oder mehr noch schaute, wie der Hund sich umschaute!

Dies war der Auftakt meines Projektes im Rahmen der Weiterqualifizierung „Tiere öffnen Welten" 2004. Dafür hatte ich mir vorgenommen, die Kombination der bekannten Helfereinsätze mit der Begleitung durch einen Hund zu erproben. Unterstützt wurde ich durch meine elfjährige, seniorenerfahrene Hündin Nika. 

Die positiven Erfahrungen bei Frau S. führen nun mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Anerkennung als "niedrigschwelliges Angebot" noch in diesem Jahr.

Am zweiten Nachmittag gingen die Beiden wieder in den Garten: Nika kontrollierte, ob es Veränderungen gab, und Frau S. entdeckte den Hund von Neuem. Heute war sie besonders mit den unterschiedlichen Gesichtshälften befasst und ich fragte sie, welche ihr besser gefiele, die schwarze oder die weiße. Während ihre Antworten sonst mit „Ich weiß nicht..." begannen und ich Worte wie "Augen" oder "Nase" ergän­zen musste, kam die Antwort diesmal ohne ein Zögern: „die weiße". Ich muss gestehen, ich war sehr überrascht! Frau S. beschäftigte sich lange mit dem Hundekörper. Das unterschiedliche Aussehen schien sie zu faszinieren.

Am dritten Nachmittag hatte ich dann den Wassernapf vergessen und überlegte laut sprechend mit Nika, wo wir wohl ein Gefäß finden könnten. Der Trick half: Frau S. suchte selbständig einen kleinen Eimer hervor, der sich eignete. - Wenn ich sonst nach etwas gefragt hatte, war sie immer ratlos gewesen.

Tage nach unserem vorerst letzten Besuch hatte ich eine begeisterte Tochter am Telefon. Sie meinte, ich müsse unbedingt weiter mit dem Hund kommen! Ihre Mutter würde überhaupt nicht mehr aufhören, allen, die ins Haus kämen, von sich aus vom kleinen Hund zu erzählen. Dabei würde sie strahlen, lachen und den Hund nachmachen. Und das, obwohl sie seit geraumer Zeit von sich aus keinen Versuch mehr gemacht hatte, etwas zu erzählen!

Ich muss zugeben, mit einer so schnellen und deutlichen Resonanz hatte ich nicht gerechnet. Mein persönliches Ziel, Frau S. eine Freude zu machen, war weit übertroffen worden. Das Projektziel, den Einsatz der Kollegin Nika auf die praktische Eignung zu prüfen, war ein voller Erfolg. 

Er hat mich davon überzeugt, dass der Hund eine wichtige „therapeutische" Ergänzung seines Menschen ist und deshalb in seiner Einfachheit als "niederschwelliges Angebot" gewinnt. Als „niederschwelliges Angebot" bietet das Zusammensein mit Hunden die vom Gesetz gewollte leichte Zugänglichkeit in doppeltem Sinne. 

Es ist darum an der Zeit, Begegnungen dieser Art als festen Bestandteil in die qualitative häusliche Entlastungsarbeit zu integrieren."

Petra Stragies, Weilheim

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Der Einsatz von Hunden als niedrigschwelliges Angebot

Medium:  Pro Alter: Mit Tieren alt werden. 
              KDA - Kuratorium Deutsche Altershilfe -; 
              ISSN 1430-1911

Ausgabe:  I/2005

Autorin:  Ines Jonas

Titel:  Der Einsatz von Hunden als niedrigschwelliges Angebot

"Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. im bayerischen Weilheim i. OB bietet als so genanntes niedrigschwelliges Betreuungsangebot nach § 45 b SGB XI den „Entlastungsdienst für verwirrte Menschen und Angehörige (EVA)" an. Da einige der bei EVA tätigen Betreuer und Betreuerinnen auch Hundehalter sind, lag der Gedanke nahe, den bestehenden ehrenamtlichen Helfereinsatz mit einem Hundebesuchsdienst zu kombinieren. 

„Bei allen Tätigkeiten kann der Hund einfach dabei sein oder sogar im Mittelpunkt stehen, wie etwa bei einem Spaziergang", berichtet Eta-Einsatzleiterin Petra Stragies, die 2004 auch die Caritas/KDA-Fortbildung „Tiere öffnen Welten" absolviert hat. „So könnten Besuch und Betreuung einhergehen und sich gegenseitig ergänzen bzw. Besuchs-Mensch und Besuchs-Hund wären ein harmonisches Team in der Betreuung des demenzkranken Menschen."

Petra Stragies hat daher für ihre Hundebesuchsgruppe einen Antrag auf Anerkennung nach § 45 SGB XI beim Bayerischen Landesamt für Versorgung und Familienförderung gestellt. 

Leider lag bei Redaktionsschluss von pro alter noch keine Entscheidung von Seiten der Behörde vor."

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Bescherung in Haus Berghof

Medium:  LANDKREIS-NACHRICHTEN

Ausgabe:  20. Oktober 2004

Autor:  h

Titel:  Bescherung in "Haus Berghof"

"Peißenberg - Gut 20 Menschen saßen im Kerzenschein zusammen und ließen sich Stollen und Kaffee schmecken. „Gelegentlich kommen alle drei Gruppen zu so einem gemütlichen Nachmittag zusammen", erzählt Martina Volk, pädagogische Leiterin des Behindertenheimes „Haus Berghof", das hoch über der Ammer in einem weitläufigen Garten liegt. Anlass für die Kaffeetafel war der Besuch einer Abordnung der Arbeiterwohlfahrt, die Geschenke aus dem Erlös des Weihnachtsmarktes überbrachte.

17 körperlich und geistig behinderte Kinder bis zum Alter von 20 Jahren werden hier rund um die Uhr von insgesamt 18 Mitarbeiterinnen betreut. Derzeit sind es Buben und Mädchen im Kinder­garten- und Schulalter, es können im „Haus Berghof" aber auch Kinder ab dem Säuglingsalter aufgenommen werden. Ihre Aufenthaltszeit endet mit dem Schulabschluss, dann wechseln sie meist an eine Behindertenwerkstätte, betreutes Wohnen oder ein Pflegeheim.

„Etwa zehn Kinder werden Wohl auch über die Weihnachtsfeiertage hier bei uns bleiben", erzählt Volk. Die Neugier war groß, als die Da­men der AWO mit großen Geschenkpaketen kamen. Mit 500 Euro erfüllten sie Wünsche der Kleinen. Die Pakete dürfen aber erst am Heiligen Abend geöffnet werden.

Über eine AWO-Geldspende von 500 Euro freuten sich Petra Stragies und Jutta Geldsetzer von der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, die von den Rotariern den Krisentelefondienst übernommen haben.

Auch sie erzählten von ihrer Arbeit, die sich vorwiegend mit der Hilfe von Alzheimer-Erkrankten und deren Angehörigen befasst. „Wir wollen eine Betreuungs-Gruppe aufbauen, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten und den Betroffenen ein Alter in Würde zu erleichtern", so Stragies. 

Im vergangenen Jahr waren es 100 Fälle, bei denen geholfen wurde. Die Alzheimer-Gesellschaft

Pfaffenwinkel ist über Tel. 0881/9276091 zu erreichen." 

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Keine Zeit verlieren

Medium:  Landkreisnachrichten

Ausgabe:  20. Oktober 2004

Autorin:  Maria Kraus-Leitgeb

Titel:  Keine Zeit verlieren

"Demenz im Alter: Angehörige informieren sich über Hilfsangebote.

Weilheim - Am Anfang fielen der Familie die Gedächtnislücken der Mutter auf. Sie hatte plötzlich Probleme, sich an bestimmte Ereignisse zu erinnern, sich räumlich und zeitlich zurechtzufinden. Die Alltagsbewältigung wurde schwieriger. Petra Stragies wird mit solchen Fällen häufig konfrontiert. „Keiner lässt sich gerne helfen. Immer noch verstecken sich die Angehörigen mit demenzkranken Menschen", berichtete die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. vergangene Woche am Rande einer Informationsveranstaltung zum Thema „Demenz im Alter" in der Stadthalle Weilheim.

150 Teilnehmer nutzten die Gele­genheit, sich bei 17 Hilfsorganisationen und Fachleuten über das Krankheitsbild von Alzheimer, die Möglichkeiten und Grenzen der häuslichen Versorgung von De­menzkranken zu informieren. Die Veranstaltung war ein Beitrag zum Welt-Aids-Tag und wurde von der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel, der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, dem Landesverband Bayern und dem Caritasverband Weilheim-Schongau ausgerichtet.

Statistisch hochgerechnet leben in der Region Weilheim-Schongau 1600 Demenzkranke. Mit der steigenden Lebenserwartung werden sich die Zahlen deutlich nach oben verändern, prognostiziert Stragies. Zwei Drittel der Alzheimer-Patienten leben zu Hause. Oft reiben sich die Angehörigen in der häuslichen Pflege auf und erkranken selbst. Sie stellen ihren Tagesablauf voll auf den Desorientierten um, leben isoliert und versuchen, die „Fassade" so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Doch „es steckt viel mehr dahinter als ein bisschen Betreuung", betonte Stragies. 

Ziel der Alzheimer Gesellschaft ist es, die Betreuenden emotional, mit Fachinformation und öffentlichen Hilfen zu unterstützen.

- Frühe Diagnose ist wichtig -

Demenz im Alter ist eine degenerative Krankheit des Gehirns. Die Hälfte aller Demenzkranken leidet an Alzheimer. Besonders betroffen sind Menschen im höheren Lebensalter. Laut Statstik liegt bei 7,1 Prozent aller 65-Jährigen eine Demenz vor, bei den über 90-Jährigen ist jeder Dritte betroffen. Warum und wie es zu den chronischen Abbauprozessen im Gehirn kommt, ist wissenschaftlich nicht geklärt; - ein Verhindern oder Stoppen der Krankheit ist bislang nicht möglich. Um die Krankheit richtig zu behandeln und ihren Verlauf hinauszögern zu können, ist eine frühe Diagnose wichtig.

Der Beginn einer Alzheimer-Erkrankung kann mit Depressionen und Aggressionen einhergehen. Erste Warnzeichen und plötzliche Veränderungen im Wesen eines Angehörigen müssten über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, rät die diplomierte Sozialarbeiterin und Sozialgerontologin. 

Bei frühzeitiger Diagnose und richtiger medizinischer Behandlung, so Stragies weiter, könne die Lebensqualität für den Betroffenen „ein bis zwei Jahre länger erhalten" bleiben. Je weiter die Krankheit fortschreitet, um so mehr müssen die Angehörigen die Orientierung des Alzheimerpatienten übernehmen. Stragies stellte fest, dass nicht alle Hausärzte genügend über Alzheimer informiert seien, was zur Folge haben könne, dass die Krankheit erst in einem späteren Stadium erkannt wird.

Schulungen

Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. veranstaltet Schulungen

Am 22./23. Oktober, 19./20. November und 10./11. Dezember wird in 40 Blöcken ä 45 Minuten eine Einführung zum Thema Alzheimer geboten. Ziel ist der Aufbau eines Helferkreises. Wenige Plätze sind noch frei, Infos und Anmeldung unter Tel. 0881 / 92 76 091."

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Schwierige Aufbauarbeit zahlt sich aus

Medium:  Süddeutsche Zeitung

Ausgabe:  25. Februar 2004

Autorin:  Roland Lory

Titel:  Schwierige Aufbauarbeit zahlt sich aus

"Petra Stragies und ihr Team haben sich als Ansprechpartner für Angehörige etabliert / Kurse geplant

Weilheim. Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e. V. will ihre Arbeit intensivieren: Für dieses Jahr sind Kurse für Angehörige sowie Schulungen für ehrenamtliche Helfer geplant, auch die Internetseite soll ausgebaut werden. Am Weltalzheimertag, der am 21. September stattfindet, will die Gesellschaft in der Kreisstadt eventuell einen Informationstag für Angehörige organisieren.

Ein Blick auf die Entwicklung der Alterspyramide genügt, um festzustellen: Die Anzahl der Demenzerkrankungen, die zu den häufigsten Gesundheitsproblemen im Alter zählen, wird weiter zunehmen. Alzheimer ist heute die am meisten verbreitete Demenzerkrankung und die vierthäufigste Todesursache in Deutschland. Mit Gründung der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel war im November 2002 eine Lücke geschlossen worden, da bis dahin für Betroffene und Angehörige in der Region keine eigene Kontaktstelle existierte. 

Und die Arbeit trägt Früchte: 2003 wurden rund 90 Anfragen gezählt. Und die Ausstellung „Wie aus Wolken Spiegeleier werden", die im Oktober-Werke des an Alzheimer erkrankten Werbegrafikers Carolus Horn zeigte, war ein großer Erfolg.

Die Vorsitzende Petra Stragies absolviert derzeit eine Weiterbildung zum Thema „Tiere öffnen Welten". Denn durch den Einsatz von Vierbeinern können Alzheimer-Patienten aus ihrer Welt herausgelockt werden, so Stragies bei der gestrigen Jahresmitgliederversammlung in Weilheim. Wenn Familienangehörige oder Pflegende keinen Zugang mehr zu den Erkrankten finden, seien Tiere oftmals so etwas wie Türöffner in diese Welt.

Der Verein ist eine von bundesweit etwa 70 Organisationen dieser Art. Von 9. bis 11. September findet in Lübeck der vierte Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft statt, Stragies sowie Schriftführerin Jutta Geldsetzer wollen daran teilnehmen. Im Mittelpunkt der Tagung steht die häusliche Versorgung von Demenzkranken. Die umfangreiche Aufbauarbeit nach Gründung der Gesellschaft wurde in Form eines Presse- und Tätigkeitsspiegels dokumentiert. 

Der Report wird an die Krankenkassen und öffentlichen Stellen verteilt, um „zu zeigen, was wir auf den Weg gebracht haben", so Stragies."

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Bilder aus einer anderen Welt

Medium:  Weilheimer Tagblatt

Ausgabe:  Wochenende, 18./19. Oktober 2003

Autorin:  Müller

Titel:  Bilder aus einer anderen Welt

"Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel betreut rund 10 000 Kranke.

Weilheim - Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September und ihres einjährigen Bestehens initiierte die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel e.V. eine aussagestarke Ausstellung in den Räumen des MZT Oberland mit Bildern des Werbegrafikers Carolus Horn. Die Werke des Künstlers, der an der Krankheit verstarb, dokumentieren den Krankheitsverlauf über einen Zeitraum von acht Jahren. „Wir möchten mit der Ausstellung Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die Betroffenen fördern", erklärte deren Vorsitzende Pe­tra Stragies bei der Vemissage im dicht gefüllten Seminarraum des MZT Oberland. 

Die Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel betreut rund 10 000 Erkrankte. Bundesweit leiden an der nicht heilbaren Krankheit rund 1,5 Millionen Menschen, zwischen Diagnose und Tod liegen in der Regel sechs bis sieben Jahre.

Carolus Horn galt in den Jahren des deutschen Wirtschaftswunders als der Wer­begrafiker schlechthin. Nach dem Krieg war er einer der Erfolgreichsten seiner Branche in der Bundesrepublik, viele große Firmen bedienten sich seines Könnens. Als bei ihm 1984 Alzheimer diagnostiziert wurde, ließ seine Schaffenskraft nicht nach. Mit der Unterstützung seiner Frau Tilde Horn malte er bis kurz vor seinem Tode 1992.

Die Ausstellung ist eine einmalige Dokumentation über die Veränderungen im Verlaufe der Erkrankung. Sie zeigt den langsamen Verlust der räumlichen Bezüge sowie der Dreidimensionalität, Wolken verändern sich zu Spiegeleiern. Die Bilder seiner letzten Jahre tragen zunehmend kindliche Züge, die Zahl der Farben geht bis auf eine Grundfarbe zurück.

Dr. Jörg Eberling konfrontierte als Gastredner die Gäste mit Fragen wie: Wissen Sie, wie, sich ein Kranker fühlt, was er denkt? Eberling schilderte den Krankheitsverlauf an Hand von Horns Bildern und deren Maltechnik. Die Kunst verzögere den Wirklichkeitsverlust, sagte er. „Wenn wir in das Verständnis des Kranken eintauchen, können wir sogar von ihm lernen", forderte der Wissenschaftler die Besucher auf, sich auf die Bilder einzulassen.

Die Ausstellung ist die erste öffentliche Veranstaltung der Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel und wurde mit Hilfe des Dachverbandes sowie der Pharmafirma „Novatis" verwirklicht."

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Enkel gesucht!

Medium:  Preißenberger Anzeiger/Ammer Kurier

Ausgabe:  10. 07. 03 

Autorin:  Petra Stragies

Titel:  Enkel gesucht!

Die Alzheimer Gesellschaft im Pfaffenwinke! e.V. sucht Enkel von Demenzkranken die Enkel sollen zwischen 10 und 20 Jahre alt sein. Es handelt sich um einen kleinen Fragebogen zu Freundes- und Familienbeziehungen, der online ausgefüllt werden kann.

Petra Stragies möchte als 1. Vorsitzende und Fachfrau des Vereins die Untersuchung zu Enkeln und Demenzkranken unterstützen. Die Untersuchung wird an der Freien Universität in Berlin durchgeführt und dazu wurden alle  Alzheimer Gesellschaften in Deutschland angeschrieben - die Mitglieder im Pfaffenwinkel möchten als noch junger Verein ihren Beitrag dazu leisten.

Die Familien und Enkel können sich online melden bei soziaI@geronto-logisch.de oder sich vorher auch die Homepage ansehen: www.alzheimer-pfaffenwinkel.de

Petra Stragies leitet dann die interessierten Enkel zur Befragung nach Berlin weiter oder wer anonym bleiben will, erhält weitere Informationen zur Kontaktaufnahme. Die Mütter und Väter können sich aber auch selbst Rat per E-Mail holen, diese virtuelle Beratung wird auch von Angehörigen von Demenzkranken immer häufiger genutzt, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft wurde festgestellt, dass die Zahl der Zugriffe auf die Erste Erfahrungen zeigen, dass diese Form der Beratung bislang gut angenommen wird und der Kontakt sehr intensiv sein kann. 

Wo liegen die Vorteile für die Angehörigen? Die Hemmschwelle für die Ratsuchenden ist besonders niedrig, weil sie völlig anonym bleiben können, wenn Sie dies möchten. Gerade hier im Ländlichen hat Petra Stragies die Erfahrung gemacht, dass besonders bei den Demenzerkrankungen die Angst vor den Nachbarn groß ist.

Bereits schon heute sind 1/3 der Angehörigen - Anfragen über E-Mail zustande gekommen, gerade auch durch die Verbindung zu Berlin, wo sämtliche Alzheimer Gesellschaften im Internet aufgelistet sind.

Da sich der Verein noch im Aufbau befindet und bislang ehrenamtlich geführt wird, ist diese virtuelle Beratung eine gute und kostengünstige Möglichkeit, für berufstätige Angehörige auch am Abend oder am Wochenende präsent zu sein. „Wir sind gespannt, wie sich unser Angebot weiter entwickelt."

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Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel im Aufbau

Medium:  Kreisbote / Landkreisnachrichten

Ausgabe:  20. November 2002

Autor:  kl

Titel:  Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel« im Aufbau

"Weilheim - Im Landkreis Weilheim-Schongau gab es bisher für Betroffene und Angehörige der Alzheimer Krankheit noch keine eigene Kontaktstelle. Das soll sich jetzt ändern, denn vor weni­gen Tagen wurde in Weilheim die Demenz und Alzheimer zu den häufigsten Gesundheitsproblemen im Alter zählt die Demenz, das sind Störungen geistig-seelischer Leistungen wie Gedächtnis, Denkver­mögen, Sprache und praktisches Geschick bei klarem Bewusstsein.

Die Bewältigung des Alltags fällt dem Betroffenen immer schwerer. Die Häufigkeit der Demenzerkrankungen nimmt mit dem Alter zu: von den 70 bis 74-Jährigen sind vier Prozent betroffen, in der Alters­gruppe 85 bis 89 Jahre sind es 21 Prozent. Zwei Drittel der Erkrankten werden zu Hause von Angehörigen betreut. Alzheimer ist die häufigste Demenzerkrankung (70 Prozent aller Demenzen). Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns allmählich Nervenzellen zugrunde. (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.)

„Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel" aus der Taufe gehoben. „Im Umkreis sind wir die einzigen, in diesem Bereich sind nur wenig Anlaufstellen vorhanden", erklärte Vereinsvorsitzende Petra Stragies dem KREISBOTEN.

In der Tat befinden sich die nächstgelegenen Beratungsstellen für Alzheimerpatienten in München, Kaufbeuren und Ebersberg. Diplom-Gerontologin Petra Stragies war es daher ein Anliegen, im ländlichen Bereich eine Anlaufstelle zu schaffen. Aus ihrer Praxis weiß Stragies nur zu gut, dass sich für Angehörige, die Alzheimerkranke im häuslichen Umfeld betreuen, viele Probleme auftun. Probleme, die mit fachlicher Beratung und Hilfestellung leichter zu meistern sind: so der Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, die im Verlauf der Krankheit stark zunehmen.

Ziel des neu gegründeten Vereins „Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel" ist es, Informationen über die Alzheimer Krankheit in die breite Öffentlichkeit zu tragen und durch fundierte Aufklärung und Be­ratung das Leben der unmittelbar Betroffenen - das der Kranken wie auch ihrer Angehörigen - zu erleichtern. Bis der Verein offiziell seine Anerkennung erhält, wird es noch ein paar Monate dauern. „Jetzt muss erst mal die Satzung geprüft werden", berichtete die

Vorsitzende, die die neue Anlaufstelle auf den Weg gebracht hat und in der Zwischenzeit Kontakte mit Behörden und Stellen im Landkreis knüpft, die sich mit Gerontologie befassen. Dazu zählen auch Gespräche mit den behandelnden Ärzten in der Region.

Bürgerinnen, die sich beim Verein Rat holen möchten, erhalten unter Tel. 0881 / 92 76 091 weitere Informationen."

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