"Von meinem Fenster aus kann ich sehn,
wie Leute mit ihrem Hund spazieren
gehn.
Alles habe ich auch getan,
bevor ich einen Schlag bekam.
Ohne meinen Hund hofft man,
ich werde wieder gesund.
Dabei war er mein bester Freund.
Was er mir gegeben,
war mehr als ein Hundeleben.
Ohne Ahnung wie es ist,
wenn man seinen besten Freund vergisst.
Ob ich ihn je wiedersehe?
Leider darf er hier nicht rein.
Zwei Freunde, die man einfach trennt,
weil man ihre Freundschaft nicht kennt.
Ohne ihn bin ich allein.
Mit ihm könnte ich so glücklich sein.
Morgen werde ich versuchen,
ohne Krücken spazieren zu
gehn.
Ob du es glaubst oder nicht:
Liebe ist auch in einem Hundegesicht.
Alle Freude mich zu sehn,
wird in seinen Augen
stehn.
Neugierig beschnuppern wird er mich.
Auch sein Wedeln verrät:
Ich liebe dich.
Bald werden wir wieder zusammen sein.
In meinem Leben ist er der Sonnenschein.
Ohne Ahnung wie schön es ist,
zu erleben, dass er mich nicht vergisst."
Quelle: Ich hörte einen Ruf. Gedichte alter
Menschen;
1987